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Mein Weg zur Fotografie

  • 15. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Jan.


Wie hat das angefangen, wie hast du zur Fotografie gefunden?

Fragen die ich öfter zu hören bekomme.




Ich würde heute sagen, angefangen hat das alles nicht mit einer Kamera, sondern mit meinen Eltern. Meine Kindheit war geprägt von vielen Outdoor Urlauben mit meiner Familie und Freunden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nicht einmal Interesse an der Fotografie, aber hier wurde sicher der Grundstein für eine Intuition gelegt, innezuhalten, genauer hinzuschauen, zu fühlen und ein Gespür für die Welt die mich umgibt zu entwickeln. Meine Liebe zur Natur kommt von den vielen Paddelurlauben, den vielen Nächten in denen ich im Zelt oder einfach unter freiem Himmel geschlafen habe. Von den vielen Wanderungen durch die Natur, an die ich mich noch gut erinnern kann. Wenn man so direkt in der Natur unterwegs ist, ist es unvermeidbar sich ihr zu entziehen.


Meine Eltern haben mich oft gefordert und an meine Grenzen gebracht,

wofür ich sie damals nicht immer leiden konnte,

aber Heute doch dankbar dafür bin!




Während meines Abiturs, fand dann plötzlich die Fotografie zu mir. Ich habe ein Fachabitur in Kunst und Gestaltung gemacht und Teil des Abiturs war ein halbjähriges Praktikum. Das wiederum, habe ich in einem Fotostudio gemacht. Ich weiß noch wie ich das erste Mal völlig ahnungslos eine professionelle Kamera in den Händen hielt und keine Ahnung hatte, wie das Teil überhaupt funktioniert. Danke an meinen damaligen Chef,  der einfach der geduldigste Mentor in dieser Zeit war. Ich durfte so viele Dinge ausprobieren, hatte Freiheit meine eigene Kreativität zu entfalten und habe so viel gelernt in dieser Zeit.

Hier habe ich Photoshop kennengelernt, ein Grundstein, der Heute so unendlich wertvoll ist. Ich durfte in die analoge Fotografie abtauchen, Filme in der Dunkelkammer schneiden, Workshops für Kinder gestalten und meine Abschlussarbeit im Fotostudio umsetzen.

Es ging aber nicht nur um Fotografie, ich musste mich mit Design und Farben auseinander setzen, mit dem drucken von Bildern und worauf es ankommt um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. All diese Erfahrungen haben meinen Weg geprägt und sind heute von unschätzbarem Wert.



Seit dem Praktikum hab ich die Kamera nie mehr zur Seite legen können und habe immer in meiner Freizeit weiter fotografiert. Manchmal mehr manchmal weniger.  Anfangs habe ich einfach alles was mir vor die Linse kam fotografiert, aber mit der Zeit verstand ich, das gute Bilder Zeit brauchen. Viele Bilder waren damals nicht besonders gut, sind aber notwendig gewesen um das Zusammenspiel von Licht und Technik zu verstehen. Denn aus jedem Fehler habe ich gelernt, dass ist auch heute noch so. Niemand ist perfekt, Fehler passieren ständig. Es ist nur die Frage wie wir damit umgehen und ob wir daraus etwas lernen möchten.



Seit meinem Umzug vor 10 Jahren in die Lausitz, ist die Naturfotografie ein Ruhepol für mich geworden. In der Natur kann ich sein wie ich bin und darf zur Ruhe kommen. Hier finde ich Inspiration und entdecke immer wieder neue Details die mich faszinieren.




Seit der Geburt meiner Kinder, wurde die Fotografie noch etwas viel Wertvolleres. Denn ich verstand plötzlich, das es nicht nur um schöne Bilder ging, sondern auch ganz besonders um das festhalten von Erinnerungen. Von Momenten in meinem Leben, an die ich mich gern zurückerinnern möchte und die mit den Jahren wertvoller werden. Ich verstand, das Fotografie Gefühle zeigen und diese festhalten kann, dass sie uns in der Zeit zurückreisen lässt. Das ist nach wie vor mein persönlicher Ansporn bei allen Bildern, die ich mache. Diese Momente die ich vor der Kamera habe, wird es so kein zweites Mal geben. Weder bei Portraits noch in der Natur wiederholt sich etwas auf exakt die selbe Art und Weise, die meisten Momente sind und bleiben einzigartig.



Ich bekomme des öfteren zu hören "Sophie, du bist so talentiert!", aber ich bin der Meinung das stimmt nicht. Ich bin schon tausende Male gescheitert, habe dumme Fehler gemacht, bevor ein Bild entstand, welches Beachtung fand. Meine Bilder die ihr heute hier sehen könnt, sind das Resultat jahrelanger Übung, Wiederholung und Arbeit an mir selbst. Aber auch eine günstige Verkettung gewisser Umstände führte immer wieder zu Erfolgen, mit denen ich nie gerechnet hätte. Durch die Fotografie habe ich so viele tolle Menschen auf meinem Weg kennengelernt und Freundschaften sind entstanden, die noch viel wertvoller sind, als die Fotografie selbst.


Und das wird hoffentlich in Zukunft immer so bleiben.







 
 
 

2 Kommentare


mgestrich
16. Jan.

Der Blog ist so so schön geworden. Toll, ausführlicher von deiner Geschichte zu erfahren❤️

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Antwort an

Ich freue mich so sehr dass dir der Blog gefällt und du dich für meine Geschichte interessierst.

Schön dass du hierher gefunden hast und lieben Danke für deine Worte 🤍✨

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